Franco Mausoleum in Madrid droht der Zerfall
Veröffentlicht: 20.10.2009 in der Kategorie: Spanien Sehenswürdigkeiten
Das Franco Mausoleum ist eine der auffälligsten Sehenswürdigkeiten in der spanischen Hauptstadt Madrid. Ein steinernes Kreuz sowie mehrere überlebensgroße Figuren thronen außerhalb der Stadt hoch über den Dächern von Madrid und sind somit schon von Weitem zu sehen. Die Grabstätte des umstrittenen Diktators, der mit vollem Namen Francisco Franco hieß und Spanien von 1939 bis zu seinem Tod im Jahre 1975 mit eiserner Faust regierte, darf jedoch seit einigen Monaten nicht mehr besucht werden. Von den Statuen rund um das Franco Mausoleum seien bereits mehrere Steinstücke abgebrochen, so dass die Sicherheit von Touristen an der Sehenswürdigkeit in Madrid nicht mehr gewährleistet werden könne, wie die Stadtverwaltung mitteilt. Die seit längerer Zeit angekündigte Restaurierung des Franco Mausoleums wurde aus nicht genannten Gründen jedoch immer wieder verschoben, so dass sich der Verdacht aufdrängt, dass man die Grabstätte des Diktators in Madrid langsam aber sicher dem Zerfall preisgeben möchte. Heute, über 30 Jahre nach dem Ende der Diktatur, erinnert sich in Spanien niemand mehr gerne an den einstigen Herrscher Franco. Spanien galt unter Franco während des Zweiten Weltkriegs lange Zeit als politischer Sympathisant von Adolf Hitler, auch wenn es offiziell eine neutrale Position bezogen hatte und Franco nicht unbedingt als persönlicher Freund des deutschen Diktators bezeichnet werden konnte. Franco führte in Spanien wieder die Monarchie ein und bestimmte noch zu Lebzeiten Juan Carlos de Borbón als seinen Nachfolger als Regierungschef. Juan Carlos I. wurde am 22. November 1975, also zwei Tage nach Tod Francos, gekrönt, regiert auch heute noch als König von Spanien und zählt damit zu den dienstältesten Monarchen in Europa.

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