Die Geschichte des Stierkampfs in Spanien
Veröffentlicht: 01.10.2009 in der Kategorie: Spanien Traditionen
Spanien ist ein Land, das seine Traditionen liebt und diese dementsprechend pflegt. Zu den am meisten umstrittensten Traditionen gehört dabei sicherlich der Stierkampf, der in vielen Regionen Spaniens bis heute gegen den Widerstand von Tierschutzverbänden und ähnlichen Organisationen regelmäßig stattfindet. Seine Wurzeln hat der moderne Stierkampf im Spanien des 18. Jahrhunderts, als die bis heute gültigen Regeln und Abläufe erstmals schriftlich dokumentiert wurden. Beim Stierkampf handelt es sich um ein Spektakel, das in einer eigens zu diesem Zweck erbauten Arena stattfindet. Stierkampf-Arenen gibt es in ganz Spanien, wobei dieser ungleiche Zweikampf zwischen Mensch und Tier vor allem in den Regionen Andalusien, Castiila-Leon und Extremadura sehr weit verbreitet und dort auch ein nicht zu unterschätzender Faktor für die Wirtschaft ist. Die Regeln des Stierkampfs sind relativ einfach. Ein Matador hat die Aufgabe, einen Stier mit gezielten Dolchstößen zu töten. Das Publikum hat allerdings die Möglichkeit, einen besonders tapferen Stier vor dem drohenden Schicksal zu bewahren. Seltener kommt es beim Stierkampf zu ernsthaften Verletzungen für den Matador. Bei Jugendreisen nach Spanien ist der Besuch des traditionellen Stierkampfs eher nicht zu empfehlen. Als Alternative dazu bietet sich in einigen Regionen Spaniens stattdessen eine etwas tierfreundlichere Variante des Stierkampfs an, bei der die Stiere nicht getötet werden. Diese Form des Stierkampfs ist vor allem im Baskenland, also im Norden Spaniens und Südfrankreich, sehr weit verbreitet und ausdrücklich auch für Jugendliche unter 18 Jahren geeignet.

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