Frühbucher-Rabatt

Sevilla - Hauptstadt Andalusiens

Sevilla gehört mit etwas über 700.000 Einwohnern zu den fünf größten Städten in Spanien und ist zudem sowohl Hauptstadt der gleichnamigen Provinz als auch der autonomen Region Andalusien. Trotz der Tatsache, dass Sevilla nicht direkt am Meer liegt, ist es eines der beliebtesten Ziele für Städtereise in Spanien und nimmt daher einen entsprechend wichtigen Stellenwert für den nationalen Tourismus ein. Zu verdanken hat Sevilla diesen Status vor allem drei Bauwerken, die von der UNESCO zum Weltkulturerbe erhoben wurden und stellvertretend für die abwechslungsreiche Geschichte der Hauptstadt von Andalusien stehen. Zudem fand in Sevilla im Jahr 1992 die Weltausstellung EXPO statt, die der Stadt einerseits zwar einen enormen Schuldenberg hinterlassen hat, andererseits aber auch eine Infrastruktur und einen weltweiten Bekanntheitsgrad, wovon Sevilla heute noch profitiert.

Über die Gründung Sevilla in der vorchristlichen Zeit gibt es keine historischen Quellen, woraus sich exakte Daten ableiten ließen. Als wahrscheinlich gilt jedoch die Annahme, dass die Phöniker an dem Fluss Guadalquivir erste Siedlungen errichteten, aus denen später dann Sevilla entstanden ist. Unter den Freunden der griechischen Mythologie hält sich jedoch hartnäckig die Legende von der Gründung Sevillas durch den Helden Herakles. Die weitere Geschichte Sevillas nahm einen ähnlichen Verlauf wie in vielen anderen Städten in Andalusien und Spanien. Auf die Römer folgten im 7. Jahrhundert die Mauren, bevor im 13. Jahrhundert die Katholischen Könige das Kommando am Guadalquivir übernahmen.

Die Kathedrale Maria de la Sede ist das drittgrößte Kirchenbauwerk der Welt und damit die herausragende Sehenswürdigkeit in Sevilla. Wie damals in Spanien nicht unüblich, wurde die Kathedrale von 1401 – 1519 anstelle einer islamischen Moschee gebaut, womit die christlichen Herrscher möglichst alle Spuren ihrer arabischen Vorgänger beseitigen wollten. Mit der maurischen Festung Alcázar ist Sevilla jedoch ein monumentales Bauwerk der Araber erhalten geblieben, die wie die Kathedrale zum UNESCO-Weltkulturerbe zählt. Diesen Status genießt auch das Archivo General de Indias in Sevilla, wo die Geschichte des spanischen Kolonialreichs in Südamerika und einem kleinen Teil Asiens dokumentiert wird. Viele weitere Sehenswürdigkeiten runden das kulturelle Angebot in Sevilla ab, darunter mit dem Tanz Flamenco und dem spanischen Nationalgericht Tapas auch zwei immaterielle “Sehenswürdigkeiten“, die jeweils in Sevilla erfunden wurden.